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    Lesestoff aus der Stadtbibliothek

    Buchvorstellungen der Zweigstelle Herzogenried …

    Die Stadtbibliothek Mannheim als Bildungs- und Kultureinrichtung vertritt und übermittelt demokratische Werte. Der Orientierung an diesen Werten verpflichtet sich die Stadtbibliothek unter anderem in ihren Leitlinien. Ebenso soll ein niedrigschwelliger Zugang zu Bildung, d.h. das Ermöglichen von lebenslangem Lernen darüber hinaus demokratiefördernd wirken.
    Einige Titel, die der Selbstschulung dienen können, sollen im Folgenden vorgestellt werden.

    Sarah Bosetti, bekannt unter anderem aus der wöchentlichen Sendung „Bosetti will reden“ sowie ihrem Podcast „Bosettis Woche“ und im Jahr 2022 nominiert für den Deutschen Fernsehpreis, verfasst kluge und zugleich bissige Gedichte und Briefe, die sie über alle Parteien und Gesinnungen hinweg direkt an Politiker und Mächtige richtet, die es sich im tagesaktuellen Geschehen mit populistischen Äußerungen leichtmachen. In ihrem Buch „Wer Angst hat, soll zuhause bleiben!“ Poesie gegen Populismus versammelt sie einige ihrer prägnantesten Texte der letzten Jahre, in denen sie auf öffentliche Äußerungen zu Themen wie z.B. Klimaaktivismus, Gendersprache und Corona-Pandemie eingeht und zeigt, dass es definitiv eine Alternative zur markigen Sprache der sozialen Medien gibt.

    Weiter zurück in der Geschichte geht Christopher Clark, Professor für Neuere Europäische Geschichte in Cambridge. Er spürt in seinem neuesten Buch „Frühling der Revolution. Europa 1848/49 und der Kampf für eine neue Welt“ dem Werdegang der Revolution nach, die 1848 und 1849 das gesamte Europa und Teile der restlichen Welt wie ein Flächenbrand erfasst hat. Er beschreibt faktenreich, was die Menschen an so vielen Orten gleichzeitig dazu gebracht hat, sich gegen das bestehende Herrschaftssystem zur Wehr zu setzen, erwähnt den Einfluss des erstarkenden Nationalbewusstseins und stellt dabei die These auf, dass man gar nicht von einer gescheiterten Revolution sprechen kann, da die Umwälzungen dieser beiden Jahre die Gesellschaft nachhaltig verändert haben und somit den Schlüssel zum Anbruch der Moderne in Europa darstellen.
    Dem Thema Revolution widmet sich auch Boguś Janiszewski in seinem Jugendbuch „Revolutionen. Wie Gedanken, Erfindungen und Protest die Welt verändern.“ Mit zahlreichen farbigen Illustrationen führt der Autor zunächst in das Gebiet ein, erläutert die Tragweite, die revolutionäres Handeln haben kann und geht dann in Beispielen aus verschiedensten Lebensbereichen auf einzelne Revolutionen ein. Das Buch bietet einen bunten Einblick in gesellschaftliche, wissenschaftliche sowie kulturelle Bereiche, zeigt Fortschritt und Krisen auf und vermittelt, dass Revolutionen auch scheitern oder negative Auswirkungen haben können. Der Titel eignet sich für Kinder ab 10 Jahren.

    Christine Olderdissen, Juristin und Journalistin, beschäftigt sich gemeinsam mit ihrer Tochter Milla Olderdissen in „Jede*r hat das Recht. Fälle, Fakten und Gedanken zum Grundgesetz“ mit der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und im Speziellen mit deren Relevanz für junge Menschen. Angefangen mit einer Erläuterung des Begriffs „Grundgesetz“, über die Entstehung dessen, bis hin zum praktischen Bezug zum Alltag Jugendlicher nimmt das Autorinnen-Duo das Grundgesetz unter die Lupe und gibt Hinweise und Tipps zur eigenen Teilhabe. Im letzten Kapitel werden die Gesetzestexte in verständlicher Sprache erklärt und somit greifbarer gemacht. Der Titel eignet sich für Jugendliche ab 12 Jahren, ist aber durchaus auch für Erwachsene interessant.

    Die oben besprochenen sowie weitere spannende Bücher finden Sie in der Stadtbibliothek.

    Besuchen Sie uns in Ihrer Zweigstelle Herzogenried in der Integrierten Gesamtschule (IGMH).

    Text: Alexandra Rehder und Anuschka Schönichen

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