Luigi Toscano liest aus seinem Buch „Kanakenkind – Mit der Kamera durch Licht, Dunkelheit und Hoffnung“ vor!
Die Stadtteilbibliothek Herzogenried und der Förderverein Stadtbibliothek Herzogenried e.v. laden ein.
Die Veranstaltung findet Mitte März 2027 statt in der Stadtbibliothek Herzogenried (im Gebäude der IGMH), Herzogenriedstr. 50. Der genaue Termin wird Ende November bekanntgegeben.
Es wird ein „Heimspiel“ für Luigi Toscano – er wohnt in der Herzogenried-Bebauung.
Dem Fotografen, Filmemacher und Autor Luigi Toscano gelingt es in seinen Begegnungen, Geschichte und Gegenwart zusammenzubringen – zum Nachdenken und zum Dialog.
„Kanakenkind“: So wurde Luigi Toscano in seiner Kindheit und Jugend oft beschimpft. In seinem Buch erzählt er seine bewegende Lebensgeschichte und die Geschichte von Anna Iwanowa, die 1943 zum Zwecke der „Germanisierung“ von der deutschen Besatzungsmacht geraubt wurde. Ihr Leben lang war sie auf der Suche nach ihrer Herkunft und ihrer Familie. Luigi Toscano konnte ihre Herkunft aufklären Sein Dokumentarfilm über diese Geschichte „Schwarzer Zucker, Rotes Blut“ wurde vielfach ausgezeichnet.
Luigi Toscano, Ältester von sieben Kindern sizilianischer Einwanderer, wuchs in Deutschland auf – in schwierigen Verhältnissen. Früh erlebte er Ausgrenzung, Gewalt und Vernachlässigung. Als Dachdecker, Türsteher und Fensterputzer verdiente er sein Geld. Zur Fotografie kam er als Autodidakt. Heute steht er weltweit für gelebte Erinnerungskultur und gegen das Vergessen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht der Mensch. Mit seiner Arbeit stellt er sich gegen Hass und Gleichgültigkeit.
„Hinter jedem Portrait steht eine ganz persönliche Geschichte.“ (Luigi Toscano).
„Gegen das Vergessen“ – sein Foto-Projekt mit mehr als 600 eindringlichen Porträts Überlebender von Krieg, Verfolgung und Gewalt wurde bereits weltweit gezeigt – Wien, Genf, Kiew, New York – immer im öffentlichen Raum – auch in Mannheim – am Wasserturm und an der Alten Feuerwache. Luigi Toscano ist der erste Deutsche und der erste Fotograf, der von der UNESCO als „Artist for Peace“ – „Friedenskünstler“ ausgezeichnet wurde.
Wie gewohnt werden Getränke und Snacks gegen Spende an den Förderverein vom Förderverein zur Verfügung gestellt.
Solidarische Ticketpreise, nach Vorbestellung ab Ende November an der Abendkasse, Gratiskarten über Kulturparkett.





