Gemeinsames Stadtteilfest 2026 im Herzogenriedpark
Quartiermanagement Herzogenried, Quartierbüro Wohlgelegen, Quartiermanagement Neckarstadt-West und Interessengemeinschaft Herzogenried (IGH) hatten am 18. Juli 2026 zum gemeinsamen Feiern, Spielen, Basteln, sportlich aktiv sein und miteinander plaudern zum fünften gemeinsamen Stadtteilfest eingeladen. Alles war traditionell gut organisiert und umgesetzt. Unzählige Ehrenamtliche – ohne die wäre das Alles gar nicht machbar gewesen – waren dankenswerterweise wieder im Einsatz und mit spürbarer Begeisterung voll und ganz dabei. Was wundert´s da, dass mehrere Hundert Bewohner der ganzen Neckarstadt mit Kind und Kegel, Freunden und Bekannten zum Feiern gekommen waren.


Vielschichtigkeit und Vielseitigkeit waren angesagt. Es gab viel zu erleben. So aktiv und gemeinschaftlich kann man den Herzogenriedpark, den die „Stadtpark-Mannheim GmbH“ zu diesem Zweck wieder einmal – ohne Eintritt zu erheben – zur Verfügung gestellt hatte, sonst nicht erleben. So waren unzählige Stände zum Spielen, Schauen, Informieren, Shoppen, Essen und Trinken rund um die Konzertmuschel und den dortigen Spielplätzen aufgebaut.




Auf der Spielwiese konnten Kinder nach Herzenslust herumtoben und sich mit unterschiedlichsten Spielen beschäftigen. Aber die Lesekultur kam dabei auch nicht zu kurz: die Zweigstelle Herzogenried der Stadtbibliothek hatte wieder ihren „Bücherflohmarkt auf Spendenbasis“ aufgebaut. Bibliotheksleiterin Anuschka Schönichen und ihr Team luden dort ihre kleinen Gäste außerdem zum Bepflanzen von Blumentöpfen, zum Malen und zum gemeinsamen Basteln ein.


An den Wegesrändern gab es vielfältige Gelegenheit sich zu informieren. Institutionen, Vereine, Gruppen, Parteien und Verbände stellten ihre Anliegen und Aktivitäten vor. Und dann gab es ja auch noch das Bühnenprogramm in der Konzertmuschel.
Schauen wir uns die einzelnen Bereiche mal etwas genauer an: Auf der Spielwiese:


Informationsstände, Aktions-, Spiel-, Sport- und Bastelstände luden zum Mitmachen, zu Gesprächen, zum Einkaufen und gemeinsamen Erlebnissen ein. Die „mobile Jugendarbeit Wohlgelegen“, die „Caritas“ und Raimund Helfert von der Kirchengemeinde „St. Bonifatius“ sorgten an ihrem gemeinsamen Stand nicht nur für Unterhaltung für Jung und Alt, sondern schufen auch Raum für nachbarschaftlichen Austausch.




Stark gefragt: Großer Andrang herrschte beim Kinderschminken am Stand von U.S.S. Titanic, ebenso am Stand zum Flechten von Haarsträhnen des „Mädchenhauses St. Agnes“.


Am Wegesrand und an der Konzertmuschel:
waren die Stände zum Genießen (Gegrilltes, Hamburger, Getränke aller Art, Kaffee und Kuchen, …) angesiedelt. Sie sorgten mit vielen Ehrenamtlichen aus Vereinen und Einrichtungen der Neckarstadt für das leibliche Wohl.




Von Bratwürsten, Grillsteaks, über die legendären XXL-Burger der „Förderverein Freunde des Herzogenriedparks“, bis hin zu einem Stand mit Tee, Kaffee und leckerstem Kuchen / Backwerk reichte das Angebot. Auch für Getränke aller Art – an mehreren „Zapfstellen“ – war reichlich gesorgt. Selbst Frischgezapftes Eichbaumbier gab es dank der Kleingärtner vom Herzogenried noch einmal zu genießen. Das wird Mannheimern zukünftig fehlen. Selbst Flaschenbier ist halt kein Fassbier!






Der Stand der IGH sorgte mit alkoholfreien und alkoholischen Cocktails dafür, dass die Information über all die unterschiedlichen Aktivitäten im Herzogenried nicht im Trockenen verlief. Und natürlich durfte hier das allseits beliebte, traditionelle Glücksrad für Kinder – diesmal mit Nachwuchsunterstützung – nicht fehlen. Kinder steuerten gezielt dorthin, wo Plüschtiere, Spiele, Bilderbücher, Anstecknadeln und vieles, was Kinderherzen so begehren, schon von Weitem zu sehen war. Und Gewinnen war eigentlich bei dieser Radkonstruktion so gut wie sicher.




Jede Runde durch das Stadtteilfest – oft wurden sogar mehrere gedreht – wurde zum Erlebnis und brachte Menschen zusammen, die sich sonst nicht getroffen hätten, hier aber in fröhlicher Runde miteinander plauderten und lachten.
Bühnenprogramm in der Konzertmuschel:
Mit Musik, Tanz und viel guter Laune konnte man vom Nachmittag bis in den späten Abend ein abwechslungsreiches Programm genießen. Das Bühnenprogramm – souverän und locker moderiert von Jessica Schadt – begann mit den jüngsten Akteuren.


Die Kinder aus dem städtischen „Kindergarten Weylstraße“ und der evangelischen Kindertagesstätte „Am Brunnengarten 3“ sorgten unter Anleitung ihrer Erziehenden tänzerisch Pompons schwenkend oder in Baströckchen ihre „großen“ Vorbilder nachahmend für gute Laune. Die Bühne war bunt und voll von großen und kleinen Tänzerinnen und Tänzern.

Danach zeigten junge Talente aus dem Stadtteil (Chor der dritten/vierten Klassen der „Freien interkulturelle Waldorfschule“, Gesangs- und Tanzeinlagen des „Jugendhauses Herzogenried“ vorgestellt von Jamie Lee Imhoff) ihr Können.




Sogar die privat anwesende „Tina vom Herzogenried“ ließ sich außerplanmäßig zu einigen Imitationseinlagen von Tina Turner überreden. Da war das Publikum selbstredend aus dem Häuschen.



Anschließend wurde das Stadtteilfest von den Quartiermanagern Steffen Gassenferth, Benjamin Klingler mit Dank an die „Stadtpark Mannheim GmbH“, die Vereine, Institutionen, Privatpersonen und Sponsoren, die zum Gelingen des Fests auch dieses Mal wieder mitgeholfen hatten, eröffnet. Ihr kurzer Rückblick auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres und ihr Ausblick auf die Planungen der Zukunft schlossen sich an, bevor Claudia Mauser (Organisationsteam des Stammtischs Centro Verde) das jüngste Quartier der Neckarstadt, das „Centro Verde“, vorstellte.


Danach überbrachte Bürgermeister Dirk Grunert (Grüne) Grüße des OB und betonte: „Uns als Stadt ist die Neckarstadt, die wir auch gern unterstützen und weiter lebendig halten wollen, wichtig.“ Er wies auf mehrere bereits umgesetzte und auch auf zukünftige Vorhaben in der Neckarstadt hin. Allerdings stelle er auch fest, dass der Umgang der Einwohner untereinander problematischer und ihr Umgangston rauer geworden sei, weshalb ein Fest wie dieses ideal sei, um gemeinsam zu essen, zu trinken, zu reden und Spaß zu haben.

Nun war auch die Zeit für die Vorstellung des „Herzogenriedler des Jahres“ gekommen. Der IGH-Vorsitzende Thomas Trüper ehrte den „Ur-Neckarstädtler“ Michael Baier als „Herzogenriedler des Jahres 2026“. Baier engagiere sich besonders im Redaktionsteam der Stadtteilzeitung „herzog*in“, der Gestaltung und Aktualisierung der Internetseite www.herzogenried.de, der Mitwirkung in der IGH und des „Fördervereins der Stadtbiliothek Herzogenried“, des „Lesezikels“, des „Treffs der Weisen“ sowie als „Chefkoch“ und Leiter der internationalen „Kochgruppe Herzogenried“. Baier bedankte sich erfreut für die Ehrung und betonte, wie wichtig es sei, nicht nur zu reden, sondern zu „machen“.




Den Abschluss des Nachmittagsprogramms gestalteten dann der „Kulturlos e.V.“, die „Reverles Dance Crew“, „Dance Battle“ und „Meloakustika“ mit lebhaften und gelungenen Musikdarbietungen unterschiedlicher Richtung.


Das Abendprogramm begann mit einem begeisternden Auftritt der „Myfishband“ und endete mit der „alive*Rockband*“, die das tanzende, mitsingende und fröhlich „schwofende“ Publikum begeisterte. Musik, Show, drei mitreißende Sänger*innen, die sogar mitten im Publikum oder auf Tischen „performten“ und ein toller bläserunterstützter Sound ließen die Stimmung kochen.






Keiner wollte sie gehen lassen. Keiner ein Ende. Ein wahrhaft würdiger Ausklang des Neckarstadt-Stadtteilfests 2026.
Fotos und Text: © Michael Baier





